Kapselfibrose



Eine Kapselfibrose ist eine Verhärtung der Bindegewebs-Kapsel, die als natürliche Reaktion auf das Brust-Implantat entstehen kann. Bei ungestörter Einheilung des Implantates ist die normale Bindegewebskapsel weich und fein und verursacht keine Beschwerden. Im Falle eines Biofilms mit vielen Bakterien kommt es allerdings zu einer Verdickung, Verhärtung und Schrumpfung der Kapsel. Den Grad einer solchen Verhärtung kann mit der Baker- Klassifikation bestimmt werden:
  • Grad I: Das Implantat ist nicht fühlbar, die Konsistenz entspricht dem Brustdrüsengewebe.
  • Grad II: Die augmentierte (vergrößerte) Brust fühlt sich weniger weich an, das Implantat ist fühlbar, aber nicht sichtbar. 
  • Grad III: Die Brust ist deutlich härter, das Implantat ist deutlich fühlbar und sichtbar.
  • Grad IV: Die Brust ist hart, häufig schmerzhaft, das Implantat disloziert (verändert seine Position in der Brust)
Die Kapselfibrose ist eine Komplikation bei der Brustvergrößerung, die auch bei Einsatz bester Technik und hochwertiger Materialien nicht vollständig ausgeschlossen werden kann, wenn kein ausgefeiltes antimikrobielles Verfahren eingehalten wird. Das Gesamtrisiko einer behandlungsbedürftigen Kapselfibrose (Grad III-IV) liegt weltweit zwischen 2 bis 30%. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) spricht von 20%. Unsere Erfahrungen der letzten 18 Jahre zeigen jedoch, dass es wesentliche Faktoren gibt, die das Risiko einer Kapselfibrose deutlich senken können:
  • Verwendung eines naturnahen antimikrobiellen, defensiven Konzeptes
  • Vermeiden von Antibiotika
  • Einsatz von Drainagen zur Verhinderung von Blut- und Flüssigkeitsansammlungen rund um das Implantat
  • Konsequentes Tragen eines speziellen Kompressions-BHs für die Dauer von mindestens 3 Monate nach der Operation bei Tag und bei Nacht
Das Auftreten einer Kapselfibrose des Grades III und IV ist behandlungsbedürftig. Die Patientin selbst entscheidet über den richtigen Zeitpunkt der Operation. Die Patientin muss saniert werden weil in dem fibrotischen Kapselgewebe extrem viele Bakterien eingeschlossen sind (4,6 Mill. pro mg Kapselgewebe). Im Rahmen der Operation werden betroffene Implantate entfernt und beide Kapseln sorgfältig millimeterweise in einer anstrengenden, stundenlangen Operation herauspräpariert. Durchschnittlich handelt es sich um eine Fläche von ca. 500 cm². Eine Vielzahl von Untersuchungen in verschiedenen Labors ist erforderlich, um die Art der Keime sowie deren Spektrum zu erkennen und ein BIA-ALCL (ein bösartiger Tumor) sicher auszuschließen. 
http://medicalwell.blogspot.de/2017/10/kapselfibrose-bia-alcl-die-hasslichen.html
Die Wundtasche muss nach Entfernung der Kapselfibrose für 36 Std mit einer Spül- Saugdrainage keimtötend behandelt werden. Das erfordert eine stationäre Betreuung.  
Ein neues Implantat oder besser ein Eigenfett-Transfer werden frühestens 3 Monate nach der Sanierungsoperation und überprüfter Abwehr der Infektion angeboten. Nur so hat die Patientin eine gesicherte Chance auf lebenslanges problemloses Tolerieren eines Implantates oder des übertragenen eigenen Fettgewebes.

Unter dem speziellen Operationskonzept der Medical Well Clinic Dresden ist nur eine Kapselfibrose (2002) aufgetreten.  Durch unsere speziellen Massnahmen ist die Entstehung eines Biofilms auf dem Implantat nahezu ausgeschlossen. Unsere Erfahrungen gründen sich auf Operationen von Kapselfibrosen, die von anderen Operateuren verursacht wurden.

 Garantie-Versprechen
Die Medical Well Clinic kann ihren Patientinnen unter bestimmten Bedingungen ein Sanierungskonzept mit kostenlosem Ersatz ihrer Implantate bei Auftreten einer behandlungsbedürftigen Kapselfibrose Baker IV innerhalb von drei Jahren anbieten, mit Implantaten nach Wahl. Dabei sind zwei Operationen einschließlich Anästhesie und zwei Klinikaufenthalte in diesem Angebot kostenfrei enthalten (Wert > 12.500 €).


à verwiesen von BrustvergrößerungProduktersatzgarantie)