Patienten berichten - Patientin W. S.

25 Jahre lang kämpfte ich gegen mein stetig wachsendes Übergewicht. Neben massiven körperlichen Beschwerden litt ich besonders unter psychischen Problemen. Eine teure Diät folgte der nächsten, die alle eines gemeinsam hatten: gefrustet durch ihre Eintönigkeit gepaart mit ständigem Verzicht, nur noch Denken in Kalorien, brach ich jede Diät nach kurzer Zeit wieder ab, verfiel in alte Eßgewohnheiten. Der eintretende Jojo-Effekt schloß dann den Teufelskreis von Frust und „Fressen“.

Mitte August 2008 hatte ich mit über 160 kg einen BMI von 52. Meiner Arbeit als Krankenschwerster im ambulanten Dienst konnte ich nur noch unter großen körperlichen Beschwerden (Atemnot, Rückenschmerzen, Herzrasen etc.) nachgehen. In öffentlichen Verkehrsmitteln benötigte ich 1 ½ Sitze, was von den Mitfahrenden über abwartende Blicke „beredt“ kommentiert wurde. Ständig litt ich unter der Angst, dass ein Stuhl in einem Café, ein Hotelbett im Urlaub unter mir zusammenbrechen würde. Mein Fahrrad wagte ich aus eben diesem Grund nicht mehr zu benutzen. Bewegung allgemein brachte mich außer Puste. Nach Treppensteigen benötigte ich mehrere Minuten, um wieder normal atmen zu können. Ins Schwimmbad wagte ich mich gar nicht mehr, nachdem ich neben missbilligenden Blicken auch verbale Kränkungen erfahren hatte. Ich benötigte Konfektionsgröße 58/60, die Auswahl war deprimierend, meinem Alter überhaupt nicht entsprechend. Mein Leben war ein einziger Frust, den ich mit dem „Glücksgefühl“ Schokolade betäubte.

Es musste dringend etwas passieren!! Ein Magenband kam wegen des OP-Risikos bei meiner Fettleibigkeit nicht in Frage und dann erfuhr ich übers Internet von der Möglichkeit des Magenballons. Ende August 2008 fand mein Beratungsgespräch mit Herrn Dr. M. Meinking in der Medical Well Clinic in Dresden statt. In einem sehr realistischen Gespräch wurde mir klargemacht, dass ein Ballon eine Erfolg versprechende Methode sei, sofern ich bereit wäre, meine Eß- und Lebensgewohnheiten gravierend zu verändern. Der Magenballon könne nur ein Hilfsmittel auf dem neuen Weg sein.

Ende Oktober 2008 setzte Herr Dr. M. Meinking den Magenballon gastroendoskopisch ein. Nach ca. 24h mit Übelkeit und Erbrechen trotz strengster Nüchternheit hatte sich mein Magen an den Fremdkörper gewöhnt. Ich konnte vorsichtig und den Essensvorgaben entsprechend, die mir mitgegeben worden waren, meine Tagesportionen steigern und trotz der „Minimengen“ stellte sich ein Gefühl ein, das ich seit Jahre nicht mehr verspürt hatte: ein Sättigungsgefühl!! Ich stellte meine Eßgewohnheiten konsequent um, verzichtete auf Dickmacher und vor allem komplett auf Süßes. Anfangs ging ich - unterstützt von Familie und Freunden – täglich eine halbe Std. spazieren. Der Einstieg in mein neues Leben war nicht einfach, aber der schnell einsetzende Erfolg (zunächst in kleinen Schritten, aber merklich) belohnte und motivierte mich. Als der Magenballon sechs Monate später entfernt wurde, hatte ich 56,7 kg abgenommen. Ich war äußerlich und innerlich ein anderer Mensch. Dass ich offensichtlich die Energie in mir hatte, mein Leben zu ändern, Verzicht nicht als Opfer zu empfinden, erfüllte mich mit Stolz stärkte mein Selbstwertgefühl. Die Pfunde purzelten und mit ihnen mein jahrelanger Frust.

Auch ohne Hilfe des Magenballons nehme ich kontinuierlich ab, was mich ungemein motiviert. Anfang September 2009 zeigte meine Waage ein Gewicht von 95,8 kg an. Ich habe Freude an Bewegung, laufe täglich 1 - 1,5 Std., fahre regelmäßig Fahrrad (z.B. AOK-Aktion „mit dem Rad zur Arbeit“. 152 km Fahrradtoururlaub an drei Tagen), schwimme täglich 1000m. Im Gegensatz zu früher finde ich die Zeit dafür. Bewegung ist mir zum Bedürfnis geworden. Die Bewunderung, die mein neues Äußeres allgemein hervorruft, stärkt mich innerlich, macht mich stolz und glücklich, ersetzt bis auf sehr wenige Augenblicke die Schokolade. Ich gehe aufrechter mit erstärktem Selbstwertgefühl, freue mich an der vielfältigen Auswahl, die mir die inzwischen von mir nur noch benötigte Konfektionsgröße 44/46 bietet. Genieße bewundernde Blicke, fühle mich in meinem Körper einfach wohl. Ich gehe offener auf andere Menschen zu, weil ich nicht mehr das Gefühl habe, mich und meinen fetten Körper verstecken zu müssen. Meine gesamte Lebensqualität hat in einem Maß zugenommen, wie ich abgenommen habe.

Hilfreich ist für mich die Unterstützung, die ich durch Herrn Dr. M. Meinking und sein Team erfahre. Mein Essensprotokoll 1 Mal pro Monat und eine spezielle Untersuchung zur Körperzusammensetzung alle drei Monate werden verglichen und analysiert. Ich bekomme vom Arzt mitgeteilt, was gut und was zu ändern ist. Bei den Vorschlägen der Nahrungsmittel werden weitgehend meine im Vorfeld erfragten Vorlieben bzw. Abneigungen berücksichtigt.

Fazit: Das Einsetzen eines Magenballons war für mich die Chance meines Lebens. Erforderlich für den Erfolg waren ganz klar mein persönlicher Einsatz, meine Disziplin, die Annahme meiner Eigenverantwortlichkeit. Hilfe für mich war und ist die Unterstützung durch Verwandte und Bekannte sowie die fachliche und menschliche Begleitung durch Herrn Dr. M. Meinking.

Weiter motivierend ist der fallende Zeiger meiner Waage und der damit verbundene Stolz: Ich habe etwas geschafft und schaffe es, was ich mir selbst viele Jahre nicht zugetraut habe.

       Patienten berichten - Krankenschwester Ellen L.

Vor Wochen war es noch ein Ja oder Nein.

Jedes Mal, wenn ich die Anzeige über den Magenballon wahrnahm, sah ich mich mit einigen Kilo weniger. Schließlich machte ich einen Termin mit der Klinik, um mehr Informationen zu bekommen. Während ich dort wartete, war da eine andere Dame, die den Ballon schon 10 Tage in sich trug. Sie sagte mir, dass sie sich in der ersten Zeit krank fühlte und es für sie schwierig war, die ersten Tage nach dem Einsetzen zu überstehen. Das irritierte mich ein bischen. Aber nachdem sie auf der Waage stand, schien es, dass sie schon 8 kg verloren hatte. Das gab mir meine Energie zurück.

Während der Erläuterungen über das Magenballonsystem durch die Klinik musste ich mich auch auf die Waage stellen. Mein Gewicht war 110 kg. Wir diskutierten darüber, was mein Gewichtsziel sein würde. Ich wollte 70 kg, aber mir wurde gesagt, dass 75 kg ein realistisches Ziel sei. Auf meinem Weg nach Hause war ich sehr enthusiastisch und versuchte mir vorzustellen, wie ich wohl mit 75 kg aussehen würde.

Am 31. Januar wurde der Ballon eingesetzt. Im Operationsraum gab man mir eine leichte Sedierung (Beruhigungsspritze). Ich erinnere mich, dass ich auf die Seite gelegt wurde und ich erwachte in einem anderen Raum und der Arzt erzählte mir, dass der Ballon platziert und alles in Ordnung sei.

Mir wurde gesagt, dass ich 2 Stunden später ein Übelkeitsgefühl bekomme, aber bei mir war das bereits 1 Stunde nach dem Einsetzen.

Nachdem ich zu Hause ankam, legte ich mich ins Bett und nahm die Medikamente ein, die mir verschrieben wurden und für die nächsten 2 Tage war ich im Bett. Ich übergab mich eine ganze Menge, aber hatte keine Schmerzen wegen Magenkrämpfen. Ich versuchte, soviel wie möglich zu trinken, aber nahm keinerlei Essen zu mir. Am Freitagnachmittag fühlte ich mich wieder wohl, nahm eine Dusche und zog mich an. Am Abend nahm ich den ersten Cracker und hatte kein Erbrechen mehr.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich wieder normal und ging für eine Tasse Kaffee in die Stadt. Ich fühlte mich irgendwie besonders, während ich herumspazierte mit einem Ballon im Magen.

In den nächsten Tagen aß ich etwas mehr Cracker, aber fühlte mich absolut nicht hungrig. Das war ein seltsamer Zustand, weil ich in der Vergangenheit immer hungrig war.

Bei der ersten Kontrolle in meiner Klinik nach 10 Tagen hatte auch ich ca. 8 kg verloren. Das war der Start. Essen war immer noch ein bischen schwierig, mit einigen Nahrungsmitteln hatte ich Probleme. Aber mit Toastbrot, Käse und Joghurt hatte ich keine Probleme. Mit einigen zusätzlichen Vitamintabletten war das genug und ich fühlte mich von Tag zu Tag besser. Ich bekam mehr Energie und hatte den Eindruck, ich könnte wieder alles tun.

Bei der nächsten Kontrolle zeigte die Waage bereits einen Gewichtsverlust von 15 kg in wenigen Wochen. In dem Moment, als ich 20 kg verloren hatte, bekam ich die ersten positiven Komplimente. Diese Reaktionen der anderen halfen mir tatsächlich, weil ich nämlich manchmal den sozialen Aspekt des Essens vermisste. Ich war absolut nicht hungrig.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt bemerkte ich, dass meine Kleider viel zu groß waren und ich fragte meine Tochter, ob sie mir etwas leihen könne. Das war ein großer Moment und gab mir Kraft, weiter fortzufahren.

Jeder sah jetzt, dass ich Gewicht verlor. Völlig frei erzählte ich, dass ich einen Magenballon hätte und die Reaktionen waren sehr positiv. Ich bekam eine Menge Unterstützung von meinen Kollegen, ohne die es für mich viel schwerer gewesen wäre. Zu einer bestimmten Zeit war ich überzeugt, ich bekäme nicht genug Nahrungsstoffe, weil ich so wenig aß. Während der Kontrollen jedoch sagte man mir, dass alles in Ordnung sei. Ich fühlte mich nicht schummerig oder müde und hatte eine Menge Energie. Solange ich mich in Ordnung fühle, sei auch alles in Ordnung, war die Botschaft. Trotzdem konnte ich jederzeit die Klinik anrufen und falls erforderlich, würde man dort den Ballon überprüfen.

Als ich mir zum ersten Mal neue Kleider kaufte, war das wirklich eine Sensation. Zuvor hatte ich die Größe 50 und jetzt kaufte ich Größe 40. Was für eine Freude, nicht mehr in die Übergrößen- Abteilung gehen zu müssen.

Jetzt war es schon vier Monate nach dem Einsetzen des Ballons und ich hatte 40 kg verloren und war schon unter meinem Gewichtsziel. Ich ging durch die Straßen in einem T- Shirt, es war warm. In der Vergangenheit versuchte ich mein Gewicht immer unter einem Mantel zu verstecken. Ich habe mehr Vertrauen in mich selbst und bekomme eine Menge Komplimente. Am Muttertag bekam ich eine Jeans Größe 38 geschenkt... und sie passte.

Für mich hat sich meine ganze Welt verändert, Dank dem Ballon und der Klinik. Natürlich weiß ich, es wird eine Zeit ohne Ballon geben, aber ich bin sicher, dass ich nie mehr all das Gewicht zunehmen werde, das ich verloren habe. Mit der Hilfe der Klinik und ihrem liebevollen Team und der Unterstützung meiner Familie und Kollegen bin ich sicher: ich werde meine Zukunft meistern.

Der Ballon wird weitere 2 Monate verbleiben und wer weiß, ob ich nicht noch mehr Gewicht verliere und sogar 65 kg erreichen werde.

Kommentar Dr. med. M. Meinking, ltr. Arzt der MEDICAL WELL CLINIC DRESDEN:

Tatsächlich hat Frau E. L. 65 kg noch vor Entfernen des Ballons sogar knapp unterschritten.Sie versicherte mir, sie sei sehr glücklich und wieder frei von quälenden Selbstzweifeln. Früher sei sie voller Hemmungen gewesen. Jetzt mache es ihr nichts aus, vor einer großen Gruppe von Menschen zu sprechen. Ihr Kopf sei jetzt frei für neue Aktivitäten. Sie geniesse ihre zurückgewonnene Attraktivität.